Das Dosierte Leben
Reh-Zensionen | Tonträger

 
Die Rezensionen im Überblick:
Japanische Kampfhörspiele: dto. / Die Großstadt stinkt, ist laut und septisch
Ural 13 Dictators: Techno is Dead!
Ganjaman featured Randy: Resonanz
V/A: 2002: Agassi im Weltraum
Frank Bröker und Klaus Maleyka: Ich hasse Balladen
Die Arschkrampen: The Drecksgeneration
La Boom: Atarihuana
ProtonPseudos - On Last Dream  




 
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Japanische Kampfhörspiele bringen zwei CDs auf einmal heraus: Eine heißt wie sie und die andere "Die Großstadt stinkt, ist laut und septisch".

A.O.K. gibt es nicht mehr. Der Durstige Mann macht keine Musik mehr. Die Lebende Dosis wurde von ihrem Sänger verlassen und vorbei ist's mit der Kunst. Macht fast nichts! Denn alle diese Typen wurden zusammen mit Knorkator und den Arschkrampen eingesperrt und gefoltert, bis der Spaß weg war und hinter dem Lärm eines startenden Flugzeugs wurde ein Geknüppel, Gegröhle und Gegrunze auf die Silberlinge gepresst, das einem nichts mehr einfällt. Sowas war noch nie da. Die Kerle gehen glatt als Teufelsaustreiber durch, vor denen Satan flieht, weil sie ihm zu satanistisch sind. Dabei wollen die doch nur - spielen?
Unser Werbeslogan für dieses Werk: "Der Soundtrack für kannibalistische Saumagenherstellung!"
(Jochen)

 

Ural 13 Dictators behaupten: "Techno is Dead!"

Und recht haben sie! Und sie haben ihn getötet. Sie sind seine Mörder. Pate gestanden haben Artist Unknown, Komputer, Servotron, Op:l Bastards. Es sind Finnen, die das Finish dieser Musikrichtung einläuten - mit einem lauten Boing Bumm Tschack. Auf dem Cover vergießen sie Krokodilstränen. Ach ja, Technojüngern gaukeln sie vor, Techno zu machen. Es blubbert, stampft, zischt und treibt und Roboterstimmen sind auch dabei - vor schwebenden Sündensizerlandschaften. Alte Schule? 1982 wurde Techno geboren. Wurde diese Platte schon damals aufgenommen und unter Verschluss gehalten? Wer weiß?
Unser Werbeslogan für dieses Werk: "Wenn es so klingt, dann lasst uns täglich eine Musikrichtung töten!"
(Jochen)

Ganjaman featured Randy und so entsteht eine CD namens "Resonanz"

Unsummen verlor ich im Sommer 2001, als ich wettete, dass nun der Deutsch-Reggae-Boom kommen würde, nachdem Seeed und Jan Delay diesbezüglich (!) Pionierarbeit geleistet hatten. Delay! 2002 kommen nun diese beiden berlinerischen Jamaicaner und bringen hier eine 1a-Mucke mit dem Riddim Number 1 in Umlauf. Dabei geht es nicht (nur) um Sonnenschein, roten ach so roten Wein und kreisende Tüten, sondern um politische Botschaften: Kolumbus wird als sklaventreiberischer Verbrecher entlarvt und auch Rom eines ausgewischt. Lebensfreude pur aber auch: "Siehst Du die Sonne am Horizont?". Nun kann die Deutsch - Reggae - Welle kommen...
Unser Werbeslogan für dieses Werk: "Unvergleichlicher und aufreggaender Sonnenaufgangskatalysator."
(Jochen)

 

Diverse Künstler veröffentlichen auf dem Sampler "2002: Agassi im Weltraum"

Eine wahre Odyssee, dieses Werk zu finden, dieses Werk voller Soundtracks für den Saturnbesuch in der Kinderrakete. Lo - Fi - Versionen von Sigue Sigue Sputnik, man könnte weinen vor Freude ob solch kindlichem Enthusiasmus. Der Bekannteste ist Harald "Sack" Ziegler oder kennt jemand Stan Lafleur, geschweige denn dessen Lied "Raus aus dem Kampfhundschlund". Gibt's nicht im Plattenladen, sondern via_http://iiaeue.alternative-literatur.de
Unser Werbeslogan für dieses Werk: "Der Kosmonautentraum nach einer Notlandung im schwarzen Loch."
(Jochen)

Frank Bröker und Klaus Maleyka: Ich hasse Balladen

Aber sie machen welche. Balla Balla. Erste Sahne. Bernd Begemann, Du bist nicht original. Funny v. Dannen, Du bist nicht original. Elektrischer Liedermacher, Du bist nicht original. Frank Bröker und Klaus Maleyka, Ihr seid original. Ihr trefft immer nur Verrückte... Die Hymne gegen kommunale Schnüffler, die in die Gelben Säcke schauen, knallt knallt knallt. Wunderschöne akustische Musik, angenehme Stimmen, tiefsinnige Texte. Wer darauf nicht abfährt, ist kein Beatnik.
Unser Werbeslogan für dieses Werk: "Softmusik der härteren Sorte."
(Jochen)

 

 

Die Arschkrampen - The Drecksgeneration heißt eine CD mit dem Untertitel Is mir schlecht

Am 28.12.2001 fanden sich der erwerbslose Straßenbauarbeiter Kurt Krampmeyer und sein ihm in den Arsch kriechender Freund und Modelleisenbahner sowie Heimatkundefan Gürgen H. Ferkulat in einer Berliner Absteige ein, um primitivste Philosophie auf unterstem Niveau abzusondern, um Bier mit Tzatziki und Alster mit Erdbeerjoghurt zu trinken, um über Frauen herzuziehen, um sich zu übergeben, um zu urinieren und zu ruinieren. Die Welt ist so einfach herrlich, da sie herrlich einfach ist: Brettermaier ist der Feind, der die Weltherrschaft anstrebt, Frauen sind Waren und die einzigen Gefahren sind Arschkrebs, Gurkenrost, Klötenfäule und Maden. Satte zwei CD-Seiten labern die beiden Vertreter der Gattung "Männerabschaum, letzter" ihre kruden gefährlichen Philosophie und gestammelten Werke. Kann man das gutheißen? Oh ja!
Unser Werbeslogan für dieses Werk: Nur erträglich mit IQ kleiner als 50 oder größer als 1200!
(Jochen)

La Boom bringt eine CD namens Atarihuana raus

Jan Delay ist da dabei. Jan Delay, einer der wenigen guten Deutschrapper, der so schön nasal singt und sowohl mit den Absoluten Beginnern als auch solo Killerplatten rausgegeben hat. Jan Delay mit der einzigartig nasalen Stimme. Und? Singt er hier auch? Nicht viel! Nur punktuell: Leute Leute ich sach Euch: das Geheimnis liegt im Schlagzeug! Und so. Und recht hat er. Dies ist beste ...was eigentlich? - Mucke. Auf jeden Fall groovt die Platte, hat den Funk und wächst von Hören zu Hören. Ein guter Soundtrack für das Verfassen einer dosistischen Zeitschrift. Dennoch freue ich mich auf die nächste Dosis mit Gesang. Dem Nasalen!
Unser Werbeslogan für dieses Werk: "Ist ja hammerweich!"

(Jochen)

 
ProtonPseudos - One Last Dream ProtonPseudos - On Last Dream

ProtonPseudos "One Last Dream" ist ein Werk, das nur schwer mit Worten zu beschreiben ist. Eine Mischung aus Neo-Classic, Apocaliptic, und Ambient, jedoch sehr ruhig und schleppend gehalten. Es ist die wahnsinnig intensive Atmosphäre, die einen einfach dermaßen mitnimmt, dass man manchmal die Luft anhält. Die teilweise ziemlich dissonant klingenden Parts, setzen der
  Stimmung noch mehr Spannung auf - bringen jedoch einen gewissen Hoffnungsschimmer ein, das Licht am Ende des Tunnels, das von weiteren Synthie-Parts im Hintergrund noch intensiviert wird. Musiktechnisch ist die CD tatsächlich in die Kategorie In The Nursery einzuordnen.
Kontkat: proton70@lycos.de
(Buzz)
 
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