Das Dosierte Leben
Das Dosierte Leben No. 30- Menschlichkeit
Das Dosierte Leben No. 30 - Menschlichkeit

Es erschien am 4. August 2003, jenem Montag, an dem der SPIEGEL mit dem Dosenpfand-Titel erschien. Zufall?
Das Dosierte Leben Numero 30 widmet sich auf 80 Seiten dem Thema „Menschliches, ach so Menschliches“ und kommt mit der 16-seitigen Beilage „Reh-Zensionen“ mit Musik- und Buchbesprechungen.


 
Links Gästebuch Kontakt Presse Aktuell Redaktion Home Archiv

 

Was ist denn der Dosismus?

Eine neue Kunstrichtung!

Es sind alle Menschen dazu eingeladen, denn der Dosismus hält sich zwar für etwas Besonderes, jedoch nicht für etwas Besseres. Der Dosismus sagt nicht: „Alles ist Kunst“ oder „Jeder ist ein Künstler“. Doch wir stiften unsere Mitmenschen dazu an, sich als Teilzeit-Künstler zu artikulieren. Weder die Ungnade eines selbsternannten Kulturetablissements noch die Tatsache, dass man auch eine bürgerliche Existenz bekleidet, darf Menschen an künstlerischer Entfaltung und Publikation hindern. Der Dosismus ist keine Szene, sondern versteht sich als offenes System für aufgeschlossene Mitmenschen jeder Couleur. Der Dosismus will inspirieren, irritieren, bisweilen provozieren, doch steht für uns die Menschenwürde nicht als Floskel, sondern als Arbeitsgröße. Der Dosismus möchte in seinen Ausprägungen originell und innovativ sein. Oft ist dies nur durch die „Kombination des Unvereinbaren“ möglich, da es ja alles Mögliche auf der Welt schon gibt. Der Dosismus bejaht ein verantwortungsbewusstes Lebenskonzept UND das Recht aller Erwachsenen, hin und wieder Kind sein zu dürfen. Nur durch erlebten Kontrast können beide Zustände gewürdigt werden und überraschende Kreativität entstehen. Der Dosismus lebt von Begeisterung, Lebensfreude und intellektueller Neugier. Deshalb unternimmt der Dosismus Exkursionen in die verschiedensten Fachdisziplinen, und seien sie noch so weit hergeholt, um für sich Inspirationen zu gewinnen UND um den Fachdisziplinen durch laienhafte Herangehensweise ohne fachliche Scheuklappen Erkenntnisse zu bieten. Produkte des Dosismus verstehen sich als „relative Luxusgüter“, da sie dosiert i.S.v. limitiert sind und nicht wie Sauerbier dargeboten werden. Der Dosismus hat den Anspruch, einen Platz in den Feuilletons zu bekommen, er informiert diese offensiv und freundlich, es sei denn, er stößt auf Ignoranz. Der Dosismus interpretiert sein eigenes Marketing als Bestandteil des dosistischen Kunstwerkes. Der Dosismus respektiert die Menschen und fordert sie heraus, den Dosismus durch Mitmachen zu gestalten und durch Konsum zu genießen. Jeder Mensch hat „seine“ Situation, jeder Mensch hat seinen „künstigen Augenblick“.
Der Dosismus liebt Worte UND Taten.

Mannheim. 4. August 2003.

P.S. Ein Stilelement des Dosismus – das werden Sie im Heft erleben – ist es, dass er oft eine Interpretation seiner Kunstwerke „frei Haus“ mitliefert. Lesen Sie in Ausgabe 31 im Dezember über die anderen Stilelemte. UND: Schreiben Sie uns! Schreiben Sie für uns!
(Jochen König)

 
Nach Oben|Home|Redaktion|Aktuell|Presse|Archiv|Kontakt|Gästebuch|Links| Nach Oben