Das Dosierte Leben

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Lost In Place

„God is dead,

but we have substitutes

like science and progress,

and we confess:

we prostitute all thoughts we’d ever had,

‘cause knowledge means power,

and power means money,

and money means life.

And life means –

And life means

To get Spaced Out?”

 

(XYNN, 1979, “Lost in Space”)

 

Als ich am 15. Juni 2006 auf der Rückreise von einem Philosophieseminar über Derrida („GLAS“) in Goldau oberhalb des Vierwaldstädter Sees in Lörrach Zwischenstation machte, um meinen guten Freund Werner Rabus zu besuchen, wurde in mir etwas „gelegt“, das nun nach fünfjähriger Inkubationszeit seine Früchte trägt: Fotografien über verfallene Industrielandschaften. Sie wurden mir von Werner, seit jeher Mannheimer Multimedia-Gigabyte – Künstler (Gigabyte avant la lettre!), gezeigt – und ich war verzaubert.

Nun, die Jahre zogen ins Land, viel veränderte sich, aber diese Bilder ließen mich nie mehr los. Im Frühling 2011 machten wir Ernst und wir machten ein Projekt. Werner, bescheiden genug, um nicht alleine auftreten zu wollen, öffnete dieses Projekt handverlesenen anderen KünstlerInnen, so dass wir Ihnen heute ein Novum bieten können:

Ein Dosiertes Leben in Form eines USB-Sticks (nach einer Dose, einem Dreieck und einer Erinnerung die vierte Formveränderung unseres Magazins) mit wunderbaren Bildern von Werner Rabus, Susanne Trefzer, Jeanette Hackbeil und Gregor Schuhmacher, mit einem Gedicht von Softy, mit Texten von Dr. Ralf Zuber, Susanne Trefzer und meiner Wenigkeit.

Weniger ist Mehr: Gerade auch die Beschränkung auf eine überschaubare Anzahl von Fotografien ist Konzeption dieses Werkes; in Zeiten von Reizüberflutung und information overload bieten wir eine postmoderne Kontemplationsstation.

Möge Ihnen das Betrachten der Bilder und damit verbundene Reflexionen oder gar Meditationen viel Freude bereiten!

Manchmal macht es nur die Dosis!

  

Eberbach am Neckar, zum 1. September 2011                                                 Jochen König